Pädagogische Grundsätze

Grundlegendes Ziel meiner pädagogischen Arbeit ist es, den Kindern einen geborgenen Raum zu schaffen, in dem sie ihre individuelle Persönlichkeit entfalten können. Dabei sind die Interessen und Bedürfnisse der Kinder ausschlaggebend  für meine Erziehungs- und Bildungsangebote. Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, Selbstvertrauen zu entwickeln, eigene Fähigkeiten und Neigungen im kognitiven, emotionalen sowie motorischen Bereich zu erfahren und zu festigen. Eine interessante und anregende Umwelt soll die Kinder herausfordern, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, die es jedem ermöglichen, sich zunehmend selbstständig und selbstsicher in seiner Umwelt zurechtzufinden und so zu einer Persönlichkeit heranzuwachsen, die sich in unserer Gesellschaft zu integrieren in der Lage ist.

 

Die Schwerpunkte meiner pädagogischen Arbeit entsprechen der Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern.

 

  1. Kommunikation, Sprechen und Sprache(n)

Das Sprechen ist in unserer Welt die wichtigste Form der Kommunikation untereinander. Sie ist für die Kinder elementar um sich untereinander zu verständigen, sich anderen mitzuteilen und ein Miteinander zu entwickeln. Deshalb kommt der Sprachförderung im pädagogischen Alltag eine bedeutende Rolle zu. Die meisten Kinder können sich noch nicht sprachlich äußern, wenn sie in die Tagespflege kommen. Durch  Sprach–  und, Lautspiele, Lieder, Fingerspiele, Reime und Gedichte sowohl im Freispiel, als auch in gezielten Beschäftigungen bekommen die Kinder ein Übungsfeld für ihre Sprachentwicklung. Bilderbücher werden eingesetzt, bei denen die Kinder lernen, zuzuhören, nachzuerzählen und ihren Wortschatz zu erweitern.

 

  1. Elementares mathematisches Denken

„Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.“

(Galileo Galilei)

Mit allen Sinnen erschließt sich das Kind die Natur und seine Umwelt und macht bereits im Kindesalter erste mathematische Erfahrungen. Die Kinder können Erfahrungen machen im Umgang mit Gegenständen und Dingen des täglichen Lebens und deren Merkmalen – wie Form, Größe und Gewicht. Sie machen Sinneserfahrungen mit Sand, Wasser, Erde, Luft …
Ich biete ihnen Materialien zum Sammeln, Stapeln, Sortieren und Auseinandernehmen an. Bei der Gartenarbeit mit den Kindern (Wege kehren, Pflanzen von Blumen, Samen säen) und Spaziergängen in die Natur, versuchen wir die Prozesse der Natur ganz bewusst wahrzunehmen.

 

  1. (Inter)kulturelle und soziale Grunderfahrungen/ Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen

Kinder lernen vor allem tun Tun, sie „Begreifen“ ihre Umwelt. Durch ausprobieren lernen sie zum Beispiel, das Wasser nass, ein Stein hart und Watte weich ist. Ich lasse die Kinder ihre Umwelt bei Spaziergängen zu jeder Jahreszeit erfahren und erkunden.

Die Gruppe ist bzgl. des Alters gemischt, damit die Jüngeren von den Älteren lernen und umgekehrt. So soll Sensibilität erzeugt werden für die Bedürfnisse der Kinder verschiedener Altersgruppen und Beziehungen zu Gleichaltrigen ermöglicht werden. Durch unsere kleine Gruppe herrscht ein familiäres Klima, in dem sich auch die Kleinsten geborgen fühlen. Dabei gibt ihnen ein strukturierter Tagesablauf die nötige Sicherheit. Die Kinder lernen Konflikte erleben und gewaltfrei auszutragen, soweit es möglich ist, ohne Eingreifen meinerseits. Alle Kinder erfahren die gleiche Zuwendung.

 

  1. Musik, Ästhetik und bildnerisches Gestalten

Unter ästhetischer und bildnerischer Bildung verstehen wir vor allem das Malen und Gestalten mit verschiedensten Techniken und Materialien. Musik, Ästhetik und bildnerisches Gestalten fördert die Kreativität der Kinder und ermöglicht ihnen die Entfaltung ihrer individuellen Persönlichkeit   Bei gezielten Beschäftigungen, sowie beim Freispiel haben die Kinder ausreichend Gelegenheit und Möglichkeiten, sich in ihren gestalterischen Fähigkeiten auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Zur bildnerischen Gestaltung stelle ich umfangreiche Materialien wie Buntstifte, Kreiden, Filzstifte, Wasserfarben,  verschiedene Papiersorten (Tonpapier, Tonkarton, Wellpapier, Krepppapier) zur Verfügung.

Durch den aktiven Umgang mit Musik wird die gesamte Persönlichkeit der Kinder gefördert, aber auch gefordert. Jeden tag wird gesungen, Kreis- und Bewegungslieder kommen zum Einsatz.

 

  1. Bewegung

Bewegung ist die Voraussetzung für alle körperlichen Tätigkeiten wie Essen, Fortbewegung, Sinneswahrnehmung, Denken und Sprechen. Durch Bewegung erfahren Kinder etwas über sich und ihre Umwelt. Sei lernen ihren Körper mit seinen Stärken und Schwächen kennen. Ich gebe der Bewegung daher eine große Bedeutung in unserem Tagesablauf. Die Einteilung des Raumes, das Spielmaterials und das Außengelände animieren die Kinder zur Bewegung. Außerdem werden den Kindern gezielte Bewegungsangebote in der Tagespflege ( wie Bewegungs- oder Tanzspiele ) und auch außerhalb (wie Spaziergänge im Feld und angrenzenden Park, oder zum benachbarten Spielplatz, ein,…) gegeben.

 

Zusätzlich zu den fünf Bildungs- und Erziehungsbereichen der Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Sauberkeitserziehung in meiner Tagespflege einen hohen Stellenwert ein. Unter Sauberkeitserziehung verstehe ich nicht nur das Wickeln und die Hinführung zum selbständigen Benutzen der Toilette, sondern auch die Körperpflege, wie z. B das Anhalten der Kinder zum selbständigen Hände bzw. Gesicht waschen und das Putzen der Zähne ab dem zweiten Geburtstag.

Jedes Kind bekommt sein eigenes Handtuch, Lappen und Töpfchen, bis es auf die Toilette gehen kann. Die Sauberkeitserziehung erfolgt in genauer Absprache mit den Eltern, damit das Kind daheim und in der Tagespflege beim selbständig werden ähnliche Strukturen hat.